Social Media Trends 2019 für KMUs – eine Prognose

Das neue Jahr hat begonnen, wir haben das alte Jahr gut hinter uns gebracht, unser Pulver nicht verschossen, aber Zinn gegossen und versucht, daraus die Trends im Bereich Social Media für das neue Jahr zu deuten. Wir haben uns 2018 angesehen und werfen nun einen Blick auf das, was 2019 verstärkt auf uns zukommen könnte. Wir legen dabei unseren Fokus auf KMUs und ist eher konservativ.

Veni, Vidi, Video

Der Einsatz von visuellem Content hat in den letzten Jahren rapide zugenommen. Kein Wunder bei der Reizüberflutung, der Menschen heute ausgesetzt ist. Auch war es nie leichter, Bewegtbild ins Netz zu stellen, als heute. Pressekonferenzen und Tagungen live Streamen? Kein Problem. Rundumblick dank 360 Grad: hier bitte.
Auch wir haben 2018 gemerkt, wie gerne Videos inzwischen in den Content-Mix von Unternehmen aufgenommen wurden. Insofern macht es auf jeden Fall Sinn, für 2019 ein kleines Budget für Videoaufnahmen zur Seite zu legen.

Filmst du quer, siehst du mehr

Sieht man sich die gängigen Videofunktionen verschiedener Plattformen (Snapchat, Instagram etc.) an, so ist eindeutig die Tendenz zum vertikalen Video zu erkennen. Unternehmen sind daher gut beraten, bereits bei der Erstellung auch den Verwendungszweck des Contents zu beachten, da es sonst in der Nachbearbeitung zu unschönen Beschnitten, oder Videos kommt, die ihr Potential nicht zur Gänze ausfüllen können.

Stories: Die Geschichten nehmen weiter zu

Facebook, Instagram, Whatsapp – die Storyfunktion der drei Dienste wird immer stärker ausgebaut und besonders unter Influencern sehr beliebt. Auch Unternehmen sollten 2019 diese gebotenen Funktionen nutzen, um ihre Geschichten zu erzählen. Weil wir gerade bei Geschichten sind: Marlen hat dem Thema Storytelling 2018 zwei Blogartikel gewidmet. Hier liegt großes Werbepotential. Einige Unternehmen haben die Macht von Werbung zwischen Stories bereits erkannt und Facebook und Co werden diesem Trend sicherlich Rechnung tragen und das bisherige Angebot erweitern.

Micro geht Maxi im Influencer-Bereich

Bereits in einem unserer Blogartikel wurde der Beruf des Influencers bereits kurz beleuchtet. Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass es viele Influencer die großen Märkte bedienen. Einen Werbebotschafter für die neue Schmink- oder Modekollektion? Dann werden Sie zu Kalibern wie Bibi greifen. Im Tech und Unterhaltungsbereich…ach….die Namen sind unzählig, wie die Meinungen zu den diversen Playern. Wird ein Markenbotschafter von einer großen Gruppe an Konsumenten gefeiert, dann hasst ihn auch eine große Gruppe und das wird sich für das entsprechende Unternehmen nicht gut machen.
Aber keine Sorge: wir wittern hier eine Chance im Bereich der sogenannten “Micro-Influencer”. Das sind Personen, die in einer wirklichen Nische eine Gefolgschaft haben und in dieser wirklich gefeiert werden. In diesen Nischen gibt es wenig Konkurrenz und mit einem Micro-Influencer können Sie einen wirklichen Markenbotschafter gewinnen, der auch seine Community überzeugt.

Personalisierung: die direkte Ansprache

Waren in den ersten beiden Quartalen 2018 die meisten Unternehmen mit der Umsetzung und Einhaltung der DSGVO beschäftigt, so sollten sie sich 2019 mit dem gezielten Einsatz der gewonnenen Daten beschäftigen. Es reicht nicht mehr, Nachrichten an die Allgemeinheit zu richten. Der Streuverlust ist viel zu groß. In den Zeiten von “pay to play” (oder einfach: “Wer nicht zahlt, wird nicht angezeigt”) ist ein Blindschuss viel zu kostspielig. Es gilt seine Zielgruppen ins Detail zu kennen und diese nicht nur zu “targeten”, sondern auch richtig anzusprechen. Die richtige Ansprache hängt nicht nur von der angesprochenen Person, sondern auch vom Medium ab, in dem Sie sie ansprechen. (z.B.: Twitterati werden Sie nicht erreichen, wenn Ihre Botschaft mehr als 280 Zeichen umfasst). Vielleicht wollen Sie es ja mit einem Newsletter versuchen? 😉

Besonders im Bereich der Bots ist Personalisierung ein wichtiger Faktor. Hier gehen Personalisierung und Automatisierung Hand in Hand. Kunden wollen einen direkten Ansprechpartner: ob dies nun eine KI ist, oder ein fähiger Mitarbeiter – das ist dem Nutzer schlussendlich nicht wichtig, wenn das Ergebnis stimmt: die Info die gesucht wird, wird gefunden. Mit ein Grund, wieso 2019 noch mehr Webseiten den Facebook-Messenger auf Ihrer Webseite installieren werden.

Die Renessaince der Webseite

Eine Domain kostet kein Geld mehr und auf Ihrem Webspace gelten Ihre Regeln. Es gibt zwar noch Unternehmen, die sich eine “URL” leisten, aber diese lediglich auf Facebook verlinken. Facebook darf nicht Ihr Unternehmensauftritt sein, sondern lediglich ein Kommunikationskanal. Auch zum Thema Webseite haben wir einen ausführlichen Artikel verfasst. Dass es sich hierbei nicht um einen Trend für 2019, sondern um einen verstärkten Fokus handelt, liegt für uns auf der Hand, denn Webseiten sind unsere Kernkompetenz.

Dark Social: Im Hintergrund wird getratscht

Ein früher Leitspruch von Social Media Marketern lautete: “In Social Media reden ihre Kunden nicht über Sie, sondern mit Ihnen”. Dieser Gedanke der Unternehmenskommunikation gilt heute, wie damals. Aber es ist klar: man will sich auch mal ungestört unterhalten können. Online wird sich hier in diversen Messengern ausgetauscht. Der offene Diskurs findet also im Verborgenen statt. Dort, wo es schwer ist, Zahlen zu erheben und Statistiken zu erstellen. Sie können hier das Gespräch nicht lenken, oder daran teilnehmen und trotzdem kann diese Art der Kommunikation für sie nützlich sein und Webseiten-Clicks etc. steigern.

Fazit

Die Punkte, die Sie hier aufgelistet finden, sind keine Neuerfindungen. Das Rad dreht sich schon längere Zeit. Die Erfahrung hat lediglich gezeigt, in welche Richtung die großen Konzerne wie Facebook und Google gehen und wie deren Angebote von den Nutzern angenommen werden. Auch wäre es sehr verwegen, diese Punkte als allgemeingültig darzustellen. Wir haben uns hier auf die Kommunikation mittelgroßer Unternehmen konzentriert und was 2019 in deren Fokus geraten kann. Themen wie Virtual- und Augmented Reality sind zwar aktuell und es gibt täglich Neuerungen dazu. Für den Einsatz im breiten Markt sind dies aber Techniken, die noch nicht angekommen sind.

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